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Bremsfüssigkeit

Hoch belastet aber stets zuverlässig - Bremsflüssigkeit ist wahrscheinlich der wichtigste Betriebsstoff in einem Auto. Ohne Brennstoff fährt es zwar nicht - es bleibt aber kontrollierbar. Fehlt aber die Bremsflüssigkeit, ist ein schwerer Unfall praktisch unausweichlich. Darum ist es sehr wichtig, genau über dieses wichtige Fluid genau Bescheid zu wissen...weiterlesen

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Bremsflüssigkeit ist kein Öl!

Umgangssprachlich wird die Bremsflüssigkeit auch häufig als "Bremsöl" bezeichnet. Das ist chemisch-physikalisch nicht korrekt. Bremsflüssigkeit ist eine "Poly-Glykol-Verbindung". Damit ist sie eher mit den Frostschutzmitteln verwandt als mit den Mineralölen. Dennoch ist sie in ihrer Zusammensetzung und in ihren Eigenschaften absolut einzigartig. Das muss sie auch sein, denn an die Bremsflüssigkeit werden hohe Anforderungen gestellt.


Aufgabe und Funktionsweise der Bremsflüssigkeit

Die Fahrbremsen in einem Auto funktionieren grundsätzlich hydraulisch. Lediglich die Feststellbremse kann durch einen Seilzug betätigt sein. Hydraulik bietet gegenüber der Pneumatik oder den Seilzügen viele Vorteile:

  • Sehr zuverlässig
  • Sehr hohe Kraftentwicklung
  • Langlebig
  • Bei allen klimatischen Bedingungen gleichbleibend wirksam.

Hydraulik ist die Übertragung von Kräften durch Flüssigkeiten. Da Fluide grundsätzlich nicht zusammen gepresst werden können, geben sie eingebrachten Druck immer vollständig weiter. Hydrauliksysteme bestehen aus einem Druckzylinder und einem Arbeitszylinder. Der besondere Trick bei der Hydraulik besteht darin, dass durch die Verwendung unterschiedlicher Querschnitte der Zylinder die eingebrachte Kraft drastisch erhöht werden kann.

Der Druckzylinder am Auto befindet sich am Bremskraftverteiler. Dies ist ein gut sichtbares Bauteil im Motorraum. Er sitzt am Bremsdruckverstärker und unter dem Ausgleichsbehälter für die Bremsflüssigkeit. An ihm gehen die vier Druckleitungen für das Zweikreis-Bremssystem von einem Auto ab. Betätigt der Fahrer nun das Bremspedal, wird der Druckzylinder, verstärkt durch den Bremskraftverstärker, in den Bremsdruckverteiler eingeführt.

Der Druck im hydraulischen Bremssystem wird unmittelbar an die Bremszylinder an den Rädern weiter gegeben. Die Bremsbacken bzw. Bremsbeläge werden auf die Bremstrommeln bzw. Bremsscheiben gepresst. Durch die Reibung geht anschließend die Bewegungsenergie verloren - das Auto wird langsamer. Allerdings beginnen auch an diesem Punkt die Herausforderungen für die Bremsflüssigkeit.


Heiß oder kalt - die Bremsflüssigkeit muss funktionieren

Beim Bremsen wird die Bewegungsenergie in Wärme umgewandelt. An den Bremsscheiben und Bremstrommeln können so Temperaturen von bis zu 800° Celsius entstehen. Selbst wenn die Bremsscheiben rot glühen, muss die Bremsflüssigkeit noch im flüssigen Zustand bleiben. Fängt sie an zu kochen, hat das fatale Folgen:

Gasblasen sind keine Flüssigkeiten mehr. Sie sind im Gegensatz zur Bremsflüssigkeit sehr wohl kompressibel. Anstatt den Druck also vollständig an die Bremsscheiben weiter zu geben, geht der Druck beim Zusammenpressen dieser Gasblasen verloren - der Fahrer tritt plötzlich ins Leere.

Bei einer intakten Bremse mit einwandfreier Bremsflüssigkeit kann dies nicht passieren. Doch leider ist Bremsflüssigkeit nicht sehr haltbar und muss genau im Blick behalten werden.


Wechsel der Bremsflüssigkeit ist lebensnotwendig

Die Wechselintervalle für die Bremsflüssigkeit sind definitiv keine Geldmacherei sondern sie sind für den Fahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer lebensnotwendig. Die anspruchsvollen Forderungen an die Bremsflüssigkeit lassen keine Kompromisse zu. Chemisch bedingt ist zwar frische Bremsflüssigkeit sehr zuverlässig und kann diese Anforderungen erfüllen.

Leider hat ihre einzigartige chemische Zusammensetzung einen fatalen Nebeneffekt - Bremsflüssigkeit ist "hygroskopisch". Das bedeutet: Sie zieht Wasser geradezu magnetisch an. Der Effekt ist so stark, dass ein offen gelassener Behälter von Bremsflüssigkeit schon nach einer einzigen Nacht vollständig verdorben sein kann.

Die Bremsflüssigkeit darf dann nicht mehr verwendet und muss entsorgt werden. Wasser in der Bremsflüssigkeit setzt ihren Siedepunkt dramatisch herab. Hier genügt bereits ein Wasseranteil von 3% um das Bremsfluid unbrauchbar zu machen.

Es ist daher ratsam, vor jedem Wechsel der Bremsflüssigkeit das neue Material zu testen. Dazu bietet der Handel sehr preiswerte Geräte an. Die Geräte messen den elektrischen Widerstand in der Flüssigkeit und schließen damit auf den Wassergehalt darin zurück.

Wechselintervalle für Bremsflüssigkeit

Es schadet nicht, die Bremsflüssigkeit jährlich zu wechseln. Um aber kein Geld zu verschwenden, kann nach einem Jahr das Bremsfluid zumindest getestet werden. Spätestens nach zwei Jahren sollte der Wechsel aber stattgefunden haben. Wenn man erst wartet, bis die Bremsflüssigkeit von klar und rötlich auf grün und trübe umgeschlagen hat, ist es schon viel zu spät. Jeder weitere Meter mit dem Auto zu fahren ist lebensgefährlich.

Unterschiede bei der Bremsflüssigkeit

Bei Bremsflüssigkeiten gibt es gewisse Unterschiede. Sie sind in sogenannte DOT Nummer klassifiziert. Es hängt von den klimatischen Bedingungen und vom Autotyp ab, welcher Typ von Bremsflüssigkeit verwendet werden kann. Hier sind unbedingt die Vorschriften der Hersteller einzuhalten.

Je niedriger die DOT-Nummer ist, desto besser ist das Kälteverhalten der Bremsflüssigkeit. Die sogenannte "Tieftemperatur - Viskosität", also die "Flüssigkeit" des Materials ist bei einer niedrigen DOT-Nummer höher. Allerdings ist bei einer niedrigeren DOT-Nummer auch der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit geringer. Diese Überblick soll weiter aufklären:

  • DOT 3: >= 205 °C Mindest-Siedepunkt, <= 1500 mm²/s Kälteviskosität bei -40 °C
  • DOT 4: >= 230 °C Mindest-Siedepunkt, <= 1800 mm²/s Kälteviskosität bei -40 °C
  • DOT 4 LV :>= 250 °C Mindest-Siedepunkt, <= 750 mm²/s Kälteviskosität bei -40 °C
  • DOT 5: >= 260 °C Mindest-Siedepunkt, <= 900 mm²/s Kälteviskosität bei -40 °C

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* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten und ggf. Nachnahmegebühren, wenn nicht anders beschrieben.