Wasserpumpe Auto - Funktionsprinzip, Kosten und mögliche Defekte

Hier erfahren Sie alles zum Funktionsprinzip einer Wasserpumpe, den Kosten, aber auch zu möglichen Symptomen bei Defekten oder was zu tun ist, wenn die Wasserpumpe undicht ist. Verbrennungsmotoren benötigen Kühlung, um sie vor dem Überhitzen zu schützen. Eine Möglichkeit ist die Wasserkühlung. Dazu wird eine Wasserpumpe benötigt.
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Aufgabe einer Wasserpumpe

Verbrennungsmotoren erzeugen als Nebenprodukt auch Hitze. Diese kann sich auf verschiedene Bauteile des Motors nachteilig auswirken. Daher muss ein Motor gekühlt werden. Zum Kühlen stehen verschiedene Optionen offen:

  • die Luftkühlung
  • die Ölkühlung
  • die Wasserkühlung
Im Prinzip werden auch bei einem modernen Fahrzeug alle drei Kühltechniken angewandt. Eine der wichtigsten Kühlungen ist jedoch die Wasserkühlung. So sinnvoll und nützlich die Wasserkühlung auch ist, im Zusammenspiel der Komponenten und zur Verbrennung wird eine optimale Betriebstemperatur benötigt. Deshalb wird die Wasserkühlung etwas eingeschränkt.

Aufbau der Kühlung von Motoren

Am Motor finden sich zwei Kühlkreisläufe: der innere und der äußere Kühlkreislauf. Das Kühlwasser wird so lange im inneren Kühlkreislauf gehalten, bis die optimale Temperatur erreicht wird. Das ist eine Temperatur, die in der Regel zwischen 70 und 90 Grad Celsius liegt. Ausschlaggebend ist dabei das verbaute Thermostat. Das Thermostat ist so etwas wie ein Öffnungsventil zwischen innerem und äußerem Kühlkreislauf.

Wird der Temperaturbereich erreicht, für den das Thermostat ausgelegt ist, öffnet es und der Kühlkreislauf wird um den äußeren Kühlkreislauf erweitert. Dieser führt nun zusätzlich durch den Wasserkühler und dann wieder zurück ins Innere des Motors. Wird diese Temperatur durch die nun einsetzende Kühlung über den Wasserkühler gesenkt, schließt das Thermostat wieder, um den Motor auf der optimalen Betriebstemperatur zu halten.

Die Wasserpumpe sorgt für die notwendige Strömung im Kühlwasser

Die Strömung wird dabei durch die Wasserpumpe erzeugt. Die Wasserpumpe sitzt im inneren Kühlkreislauf. Sie ist innen mit einer Scheibe ausgestattet, an der zahlreiche Schaufeln sind. Dreht sich die Wasserpumpe, werden diese Schaufeln bewegt und das Wasser in Strömung versetzt. Der Antrieb der Wasserpumpe erfolgt unterschiedlich.

Bei älteren Fahrzeugen über den Keilriemen, bei neueren Fahrzeugen über den Keilrippenriemen. Bei einigen Modellen kann die Wasserpumpe auch über den Steuerriemen angetrieben werden. Daneben gibt es auch noch elektrische Wasserpumpen. Diese werden allerdings selten als Hauptwasserpumpe eingesetzt.

Heute sind Wasserpumpen über die Maßen beanspruchte Bauteile am Motor

Um die strengen Vorgaben bei den Abgaswerten zu erfüllen, mussten die modernen Motoren etwas anders konzeptioniert werden. Durch Downsizing des Hubraums wird ein verbesserter Kraftstoffverbrauch erreicht. Das nun fehlende Drehmoment wird bei modernen Motoren wieder durch Turbolader ausgeglichen. Die Verbrennung ist nun effizienter, da deutlich mehr Sauerstoff in den Verbrennungsraum gelangt.

Das hat aber auch den Nachteil, dass die Temperatur eines Motors deutlich höher ansteigt als bei früher üblichen Motoren mit viel Hubraum und schlechterer Verbrennung. Das wiederum führt oftmals dazu, dass eine herkömmliche Wasserkühlung, einzig angetrieben durch die übliche Wasserpumpe, nicht mehr ausreichend ist. Dann werden Zusatzwasserpumpen in den Fahrzeugen verbaut. Diese sind oftmals elektrisch betätigt, da sie nur unter ganz bestimmten Gegebenheiten benötigt werden.

Der Kühlkreislauf kann deutlich ausgeweitet sein

Insgesamt kann sich der Kühlkreislauf bei modernen Motoren deutlich erhöhen. Zur Kühlung der Turbolader wird oft auf die Ölkühlung zurückgegriffen. Aber auch die Wasserkühlung ist durchaus üblich. Selbst eine kombinierte Kühlung von Wasser und Öl ist möglich. Außerdem benötigen auch moderne Lichtmaschinen bzw. Generatoren nicht selten eine Wasserkühlung. Durch die zahlreichen elektrischen Verbraucher in einem Fahrzeug sind Fahrzeuggeneratoren zu wahren kleinen Kraftwerken herangewachsen, die eben auch viel Kühlung benötigen.

Folgen einer defekten Wasserpumpe

Das heißt, die Folgen einer defekten Wasserpumpe können heute noch weitreichender sein. Ein typischer Schaden aufgrund einer kaputten Wasserpumpe ist der Zylinderkopfschaden. Aber auch an der Lichtmaschine oder am Turbolader kann es zu Defekten kommen. Die einwandfreie Funktion der Wasserpumpe muss also jederzeit gewährleistet werden.

Die Wasserpumpe, ein klassisches Verschleiß- und Wartungsteil

Zwar sind moderne Wasserpumpen heute deutlich weniger störanfällig als noch vor 10, 15 Jahren. Trotzdem darf das nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass das Funktionsprinzip einer Wasserpumpe mechanisch ist. Damit ist und bleibt die Wasserpumpe nicht nur ein Ersatzteil, sondern sogar vielmehr ein Wartungs- oder klassisches Verschleißteil. Der Wechsel der Wasserpumpe sollte in zeitlichen Abständen vorgenommen werden.
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Abstände der Wechselintervalle für die WaPu

In der Regel geben die Fahrzeughersteller die Wechselintervalle auch für die Wasserpumpen vor. Abhängig vom Fahrverhalten (viel Stadtverkehr oder Langstrecken, extremer Einsatz wie Offroad usw.) beeinflussen die Lebensdauer ebenfalls deutlich. Die üblichen Wechselintervalle sollten bei fehlenden Angaben zwischen 50.000 und 100.000 km liegen. Bei Fahrzeugen mit Wasserpumpen, die vom Keilrippenriemen angetrieben werden, empfiehlt sich der Wechsel bei fehlenden Angaben spätestens bei jedem zweiten Riemenwechsel - oder wenn die Schwingungsdämpfer getauscht werden.

Bei Wasserpumpen, die über Steuerriemen angetrieben werden, mit dem Zahnriemen wechseln

Bei Fahrzeugen, bei denen die Wasserpumpe über den Steuerriemen angetrieben wird, sollte der Wechsel zusammen mit dem Zahnriemensatz erfolgen. Der Grund dafür ist einfach nachvollziehbar. Der Aufwand, einen Zahnriemen zu ersetzen, ist relativ hoch und kann durchaus einen Tag Arbeit beanspruchen. Der Ausbau und das Erneuern der Wasserpumpe kosten nun marginal mehr Zeit.

Außerdem kommt beim Zahnriemen ein anderes Problem hinzu: ein bereits einmal verbauter Zahnriemen sollte kein zweites Mal verwendet werden, da die Gefahr der Überdehnung besteht. Wird nun also erst nur der Zahnriemen erneuert, besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Wasserpumpe später an ihre Verschleißgrenze gerät.

Das kann durch den neuen Zahnriemen sogar gefördert werden, weil dessen Spannung wieder straffer ist gegenüber dem alten Zahnriemen. Folgt nun die Wasserpumpe, und sei es nur 5.000 km später, muss die ganze Arbeit eines Zahnriemenwechsels erneut durchgeführt werden. Außerdem ist dringend anzuraten, auch den Zahnriemen wieder zu erneuern.

Wird die Wasserpumpe also gleich mit dem eigentlichen Zahnriemenwechsel kombiniert, wird das Risiko einer defekten Wasserpumpe signifikant gesenkt. Überlegt man die Kosten einer Wasserpumpe (für die meisten Fahrzeuge unter 100 Euro) und des des Zahnriemenwechsels (einschließlich Material sind durchaus mehr als 1.000 Euro möglich), ist es das Risiko nicht wert. Zahnriemen und Zahnriemensätze erhalten Sie natürlich bei Lott Autoteile.

Wie erkennt man eine defekte Wasserpumpe?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Eine kaputte Wasserpumpe muss nicht auffallen. Der Schaden kann sich im Innern der Pumpe abzeichnen. Ein anderer typischer Schaden ist, dass die Wasserpumpe undicht wird. Hier besteht die Möglichkeit, etwaige Wasserflecken am Boden unter dem Fahrzeug festzustellen (nicht mit dem Kondenswasser einer Klimaanlage zu verwechseln!). In seltenen Fällen kann der Geruch des austretenden Kühlwassers auch ins Fahrzeuginnere vordringen.

Auch ein mahlendes oder schepperndes Geräusch an der Pumpe kann feststellbar sein. Das alles muss aber nicht eintreten - es kann lediglich. Es gibt also keine Gewährleistung, dass eine kaputte Wasserpumpe tatsächlich rechtzeitig erkannt wird. Selbst von Experten! Das beispielsweise ist der Grund, weshalb bei einem Zylinderkopfschaden (verzogener Zylinderkopf, defekte Zylinderkopfdichtung) neben der Dichtung und den Zylinderkopfschrauben auch Thermostat und Wasserpumpe gewechselt werden. Es soll ausgeschlossen werden, dass ein defektes Teil am Motor bleibt, da sich nicht eindeutig als solches erkennen lässt.

Daraus lässt sich leicht schlussfolgern, dass selbst für Experten ein Wasserpumpenschaden nicht immer zu erkennen ist. Das macht die vom Hersteller vorgeschriebenen Wechselintervalle für die Wasserpumpe so ausgesprochen wichtig. Keinesfalls sollten Sie den Wechsel der Wasserpumpe Ihres Fahrzeugs länger als notwendig hinauszögern. Mit jedem zusätzlichen Tag über der Frist steigen die Risiken, die auch einen massiven Motorschaden beinhalten können, deutlich an.

Pflege und Wartung der Wasserpumpe

Eine direkte Wartungsmaßnahme gibt es nicht, dafür aber indirekte Pflegeoptionen. Es ist darauf zu achten, dass der Keilriemen oder Keilrippenriemen stets straff sitzt und nicht stark vibrieren kann. Das bedeutet abwechseln keine und sehr starke einwirkende Kraft. Das wirkt sich auf die Welle aus, die den Antrieb mit dem Pumpenrad verbindet. Außerdem muss das Kühlwasser den Vorgaben des Herstellers entsprechend aufbereitet sein, also Frostschutzmittel enthalten.

Dieses Frostschutzmittel wäre selbst in einer Region mit ganzjährig tropischen Temperaturen notwendig, da das Frostschutzmittel das Kühlsystem und die Wasserpumpe reinigt, die Pumpe zusätzlich schmiert, den Siedepunkt optimiert und Oxidation (Elektrolyse, Lochfraß) verhindert. Der Anteil an Frostschutzmittel muss im vorgegebenen Bereich liegen und darf auch nicht zu hoch sein, da sich ansonsten der Siedepunkt nachteilig verändert. Dieser Siedepunkt des Kühlwassers ist übrigens auch mit zu wenig Kühlwasser zu niedrig. Die verschiedenen Frostschutzmittel können Sie selbstverständlich über den Online Shop von Lott Autoteile zu attraktiven Preisen und in hochwertiger Qualität beziehen.

Der Wechsel der Wasserpumpe

Der Wechsel der Wasserpumpe sollte dem erfahrenen Fachmann überlassen werden. Insbesondere bei modernen Fahrzeugen mit Keilrippenriemen bzw., wenn die Pumpe über den Steuerriemen angetrieben wird. Schon kleinste Fehler bei Demontage und Montage können einen kapitalen Motorschaden zur Folge haben. Wichtig ist beim Wasserpumpenwechsel, dass Sie ausschließlich auf hochwertige Ersatzteile vertrauen. Gerade die Wasserpumpe ist ein hoch beanspruchtes Bauteil. Billigware aus z.B. Fernost kann im Handumdrehen ebenfalls zu einem erheblichen Mehrschaden am Motor führen.

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Schäden können auch hier durch Unwissenheit entstehen. So gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen, die von einem zum anderen Motor von Hersteller zu Hersteller deutlich anders sein können. So gibt es Wasserkühlsysteme, die speziell über dafür vorgesehene Entlüftungen entlüftet werden müssen, während sich andere Motoren selber entlüften oder die Entlüftung über die herkömmlichen Anbauteile erfolgt.

Fazit: die regelmäßige Wartung der Wasserpumpe ist ausgesprochen wichtig

Wie sich nachvollziehen lässt, muss eine defekte Wasserpumpe nicht zwingend auffallen. Damit sind hohe Risiken verbunden. Daher sind die Wechselintervalle stets so definiert, dass sichergestellt werden kann, dass die Wahrscheinlichkeit eines Wasserpumpenschadens so gering wie möglich ist. Die zusätzlichen Wartungsmaßnahmen (Keilrippenriemen bei Zeiten wechseln, die richtige Kühlwassermischung usw.) verringern diese Risiken zusätzlich erheblich. Sollten Sie dennoch einen defekt oder eine undichte Wasserpumpe feststellen, raten wir dringend, umgehend den Motor abzustellen und eine Fachkraft hinzuzuziehen. So können Sie auf jeden Fall einen heftigeren Schaden am Antriebsaggregat vermeiden.

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